Sachsen hilft kleinen Kinos gegen Corona!

Sachsen hilft kleinen Kinos großzügig, man kann sich nicht beklagen. Für ein paar Desinfektionsspender und putzen mit Fit 40000€ pro Saal, nix wie ran an den Speck. Hier sind die Hygieneauflagen, um kalkulieren zu können, wieviel Fit man kaufen muss. Um es abzukürzen: Sie können mit 40000€ 26.845 Liter Fit kaufen. Da putzen Sie sich durch bis zum Erdmittelpunkt.

Ich frag dann später mal nach, wofür das Geld ausgegeben wurde.

DCI und aktive Leinwand

DCI unterstützt keine normalen aktiven Leinwände. Die Farbbrillianz der jetzt aus dem Boden schießenden Freilichtkinos ist durch DCI stark beschnitten. Vor die aktiven Leinwände, die A-Cinema bespielt, müssen Bettlaken gehängt werden, um DCI-Vorstellungen zu ermöglichen.

Verrückte Welt!

Und voller Spannung warte ich auf den Punkt 8.3.3 der DCI-Spezifikation und befürchte, dass DCI damit für Open-Air sterben wird.

8k

Liebe Anwender von A-Cinema,

nein, es ist nicht nötig, aufgeregt wegen 8k zu sein.
Wir können warten, bis DCI zu 4K aufgeschlossen und ihre Kinderkrankheiten geheilt hat.

Dann könnte das Thema interessant werden.

Die unterhaltsam erzählte Geschichte von A-Cinema – Teil 3

Das geht natürlich nicht. Niemand kann jemanden aus einer Hilfe ausschließen, nur weil dieser bestimmte undifferenzierte Vorgaben nicht erreicht.

Die BKM hatte nun aber leider mit ihrer Politik kleine Kinos von der digitalen Zukunft ausgeschlossen. Darum musste sich dann jemand kümmern.

Ein interessanter Aspekt an der ganzen Geschichte ist, dass jetzt immer versucht wird aus der Gegenwartsperspektive zu argumentieren, die gab es damals aber nicht:

ZUM DAMALIGEN ZEITPUNKT HAT DIE POLITIK KLEINE KINOS HÄNGEN LASSEN.

Intermezzo

Die BKM bezeichnete kleine Kinos als Drop-Outs, also Kinos, die nicht an einer huldvollen Förderung teilnehmen dürfen.

Wie bezeichnet man nun Leute, die in einer Förderung realitätsverneinend angeben, dass Verleihe nur noch DCI Kinos mit Filmen beliefern würden?

Wenn ich ein kleines Kino gehabt hätte, wäre ich nach so einer diskriminierenden Bezeichnung auf die Barrikaden gegangen, aber leider wiederholt sich hier meine Erfahrung von 1989 – Hauptsache, ich habe meinen Arsch im Trocknen.

Oh weh, wenn die Hollywoodverleiher sagen: ihr müsst das nutzen, was wir euch vorgeben, koste es euch, was es wolle, dann müssen wir auch schleunigst kriechen.

Und bei den Förderinstitutionen betteln.
Und für immer von der Gunst dieser Leute abhängig sein.

Feudalismus

Die unterhaltsam erzählte Geschichte von A-Cinema – Teil 1

Hollywood kommt im Heute an (ausser, dass sie Festplatten mit der Post schicken;-))

Die Digitalisierung in Kinos begann vor langer Zeit. Ich kann mich erinnern, meinen ersten digitalen Film 2003 erstellt zu haben – lange, lange Zeit nach den ersten digitalen Filmen – einen Rundgang durch einen Park in Barakaldo.

2007 tauchte dann die “Digital Cinema Initiative” auf, die versuchte, die etablierten digitalen Filmformate der Computerindustrie zu ersetzen durch ein neu entwickeltes Format der Unterhaltungsindustrie. Diese Formatkämpfe waren nichts neues. Neu war die Absolutheit des Anspruchs.

Diese Newcomer des digitalen Films ( “die Hollywoodkonzerne”) bestimmten Kraft ihres Contents die Pflicht zur Verwendung ihres Formats.
Bei der Entwicklung dieses Formats hatten sie ausschließlich Profitinteressen im Sinn, d.h. Kinos, die, ohne ihnen Gewinn abzuwerfen, spielen könnten, sind ihnen gar nicht in den Sinn gekommen.

Die Bundesregierung – in ihrer Manifestation, der BKM – hat diesem Anspruch ohne Not stattgegeben und ist einem aus ausschließlich wirtschaftlichem Interesse entwickelten Konzept gefolgt. Viele der Kinos in ihrem Verantwortungsbereich konnten der Entwicklung finanziell nicht folgen.

Eine der ersten Fragen, die sich dadurch stellte, war: Heisst es “Bundesbeauftragte für Kultur und Medien” oder doch eher: “Bundesbeauftragte für die Erhöhung des Profits von Hollywoodkonzernen” ? In den nächsten Beiträgen werde ich das konkreter begründen und ausführen.

Soforthilfeprogramm Kino

Interessant ist, dass plötzlich ganz schnell gehen soll, worauf ich vor 6 Jahren hingewiesen habe. Nun also doch keine Drop-Outs?

Ich überlege, nachdem ich höflich nachgefragt und keine Antwort erhalten haben werde, auf wessen Initiative dieses Soforthilfeprogramm entstanden ist, wieder das Informationsfreiheitsgesetz in Anspruch zu nehmen.

Mein Tip: der AG Kino